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Selbstvertrauen bei Kindern

Selbstvertrauen ist viel mehr als Mut.
Viele glauben, selbstbewusste Kinder seien laut, mutig oder trauen sich alles.
Doch Selbstvertrauen bedeutet etwas ganz anderes.
Es bedeutet:
"Ich glaube an mich, auch wenn etwas nicht sofort gelingt."
Ein Kind mit gesundem Selbstvertrauen hat genauso Angst, macht Fehler oder erlebt Rückschläge.
Der Unterschied ist: Es glaubt daran, wieder aufzustehen.
Kann man Selbstvertrauen fördern?
                                  JA.
Selbstvertrauen ist keine angeborene Eigenschaft.
Es entwickelt sich jeden Tag, durch Erfahrungen und Beziehungen.

Kinder bauen Selbstvertrauen auf, wenn sie erleben: 

- Ich darf Fehler machen.
- Meine Gefühle werden ernst genommen.
- Ich darf Dinge selbst ausprobieren.
- Jemand glaubt an mich.
- Ich bin wertvoll, unabhängig davon, was ich leiste!
Warum ist Selbstvertrauen so wichtig?
Kinder mit gesundem Selbstvertrauen....

- trauen sich eher Neues auszuprobieren.
- geben nach Rückschlägen seltener auf.
- können besser mit Kritik umgehen.
- vertreten eher ihre Meinung. 
- trauen sich NEIN sagen.
- entwickeln häufiger Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
 
Selbstvertrauen schützt Kinder nicht vor schwierigen Situationen. Aber es verändert, wie sie mit diesen Situationen umgehen.
Ein Gedanke für Eltern
Kinder erinnern sich später oft nicht daran, wie oft wir sie gelobt haben.

Sie erinnern sich daran,

- ob wir an sie geglaubt haben, 
- ob sie Fehler machen durften
- ob sie sich sicher fühlen konnten
- und ob sie das Gefühl hatten: 
"Ich bin gut, so wie ich bin."
Wissenschaftlicher Hintergrund
Das Selbstvertrauen von Kindern ist seit vielen Jahren Gegenstand der entwicklungspsychologischen Forschung. Zahlreiche Studien zeigen Zusammenhänge zwischen einem gesunden Selbstvertrauen und einer besseren emotionalen Gesundheit, größerer Resilienz sowie einer höheren Bereitschaft, neue Erfahrungen zu machen. Gleichzeitig entwickelt sich Selbstvertrauen nicht durch einzelne Komplimente oder Lob, sondern durch wiederholte positive Erfahrungen im Alltag und verlässliche Beziehungen zu Bezugspersonen.  
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